In der Grundschule wird den Kindern im Heimat- und Sachkundeunterricht bereits der Wasserkreislauf beigebracht – Wasser verdunstet, regnet ab, bildet Flüsse, um anschließend seinen Weg zurück ins Mehr zu finden. Dies ist der stark vereinfachte Kreislauf des Wassers. Solche Modelle gibt es jedoch nicht nur für das Wasser, sondern auch für andere Materialien und Stoffe – wie etwa Kohlenstoff. Der folgende Artikel soll den Kohlenstoffkreislauf näher erklären und auf diesen eingehen. Da dieser Kreislauf ohne ein passende Abbildung aber eher schwer zu verstehen ist, dient der Artikel mehr als Erklärhilfe. Entsprechend sollte ein passendes Bild zur Hand genommen werden, welches beispielsweise per Google Bildersuche gefunden werden kann.
Im Vorfeld sollte man sich erst einmal Gedanken machen, welche Stoffe überhaupt aus Kohlenstoff bestehen – und das sind fast alle auf der Erde vorhanden. Zellen, Pflanzen und Tiere bestehen zum größten Teil aus diesem Stoff – selbiges gilt auch für die gesamte Erdoberfläche und den Erdmantel; Einzig der Erdkern besteht aus Eisen und ist somit für das Erdmagnetfeld verantwortlich.
Der größte Anteil des Kohlenstoffs befindet sich folgerichtig im Boden. Bohren Menschen nun jedoch Erdöl- oder Erdgasquellen an, um diese etwa für Kraftstoffe zu verwenden, so verändert sich der Kohlenstoffkreislauf: Aus dem Untergrund wird Kohlenstoff an die Erdoberfläche gebracht. Wird das Öl nun verbrannt, so gelangt dieses in die Atmosphäre – in Form von CO2, also Kohlenstoffdioxid. Dieses CO2 kann durch Regen ausgewaschen werden und somit entweder wieder auf die Erde oder beispielsweise in Meere gelangen. Sinkt dieses dann bis zum Grunde des Meeres ab, so besteht eine gute Chance, dass es hier wieder eingeschlossen wird – um nach einigen Jahrtausenden wieder zu Erdöl zu werden. Lässt man die Raumfahrt und Meteoriteneinschläge einmal außen vor, so besteht die Erde also immer aus gleich viel Kohlenstoffatomen – der Kohlenstoffhaushalt ist ausgeglichen.

