Amerika wurde im Jahr 1492 durch Christoph Kolumbus entdeckt, der eigentlich nach Asien reisen wollte und sich durch die entgegengesetzte Route eigentlich eine kürzere Reisezeit erhoffte. Nur durch die Entdeckung Amerikas war die Erforschung der Meere und vor allem der Inseln- und Kontinte aber noch lange nicht beendet. Es dauert etwa bis 1900 an, bis der Mensch wirklich an jedem erdenklichen Punkt der Erde angekommen war – von den unwirtlichsten Wüsten bis hin zu den extrem kalten Polarregionen.
Dabei gibt es auch heute noch einige Inselgruppen und Inseln, die nur die Wenigsten kennen und deren Namen nur den Wenigsten bekannt sind. Eine dieser Inselgruppen ist das Franz-Josef-Land, benannt nach Kaiser Franz Joseph dem Ersten. Das Franz-Josef-Land besteht aus etwa 190 Inseln, Quellen geben hier unterschiedliches an. Die Nennung der Anzahl der Inseln ist zudem schwierig, da diese zum Teil durch Eis verdeckt sind. Franz-Josef-Land ist im Norden Russlands gelegen, nordöstlich von Spitzbergen. Reist man zum nördlichsten Punkt der Inselgruppe, so liegt der Nordpol nur noch etwa 900 Kilometer entfernt.
Entsprechend hart ist auch das Leben auf den Inseln: Nur wenige Personen haben bisher versucht, hier zu überwintern. Lediglich im Sommer ist es zudem möglich, die Inseln ohne Eisbrecher zu erreichen – mit Ausnahme einiger besonders weit im Norden gelegener Inseln, da diese bereits innerhalb der Packeisgrenze liegen und somit nie frei von Packeis gelegen sind. Durch die geringen Temperaturen wachsen in Franz-Josef-Land lediglich einige Gräser, Sträucher sind kaum zu finden. Jagen lassen sich einzig Robben und Pinguine. Die Inseln sind zudem praktisch unbewohnt: Lediglich die Forschungsstationen lassen die Einwohnerzahl der Landflächen, die etwa die Größe Thüringens besitzen, auf 9 Personen im Jahr 2007 steigen.

